Deutschland unter der Herrschaft Napoleons – Theodor Körner und die Lützower Jäger

Zwischen den Orten Brüsewitz und Lützow in einem Waldstück in der Nähe der B 104, dem Forst von Rosenow, findet man noch heute ein Denkmal zur Erinnerung an Theodor Körner, den berühmten Dichter aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege gegen die napoleonische Herrschaft.

Auf der alten Landstrasse zwischen Lübeck und Schwerin, die heute nur noch als Waldweg vorhanden ist, fand am 26.08.1813 das Gefecht zwischen den Reitertruppen des Majors von Lützow und den französischen Soldaten des 105. Linienregiments bei einem Überfall auf eine französische Wagenkolonne statt. Bei diesem Überfall wurden Theodor Körner, der persönliche Adjutant des Majors von Lützow, sowie drei weitere Jäger getötet. Aber auch 12 französische Soldaten fielen. Die Grabstelle dieser französischen Soldaten wurde irrtümlich als die Stelle angesehen, an der Körner gefallen war. 1850 errichtete man an dieser Stelle den Obelisken.

Der eigentliche Schauplatz des Überfalls lag 500 Meter weiter in Richtung Rosenberg.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Obelisk aus Propagandazwecken 20 Meter verlegt.

Theodor Körner wurde dann in Wöbbelin, einem Dorf zwischen Schwerin und Ludwigslust, unter einer Eiche begraben, die noch heute den Namen „Theodor-Körner-Eiche“ trägt. Sein Vater setzte ihm 1814 den Grabstein mit der Leier und dem Schwert als Symbol des kämpfenden Dichters.

Die heutige „Theodor-Körner-Gedenkstätte“ erinnert auch gleichzeitig an die Aussenstelle des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme in diesem Ort.